Das Projekt

Das Projekt KICK im Boxring wurde 2007 ins Leben gerufen. Ziel ist es Kindern und Jugendlichen durch das Medium Boxen Werte wie Fairness, Respekt, Toleranz und Konfliktfähigkeit zu vermitteln. KICK im Boxring möchte junge Menschen in die Lage versetzen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und dadurch zu Vorbildern in ihrem jeweiligen Umfeld zu werden. Die Attraktivität des Boxsports ermöglicht es, viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, die sonst wenig Anschluss an außerschulische Angebote haben.

Während des Trainings wird auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgang geachtet. Egal ob Leistungssportler oder Anfänger, jeder muss sich an die Regeln halten, dann erhält jeder die Unterstützung, die er/sie braucht. Das Training wird von erfahrenen und geschulten Trainer geleitet, die ein besonderes Augenmerk auf die soziale Interaktion während des Trainings legen.

Durch die Vielseitigkeit des Boxtrainings lernen Kinder und Jugendliche sich selbst besser wahrzunehmen. Beim Boxen ist es wichtig, fit zu sein und sich gut bewegen zu können, aber auch die Psyche spielt eine große Rolle. Wer nicht mitdenkt wird schnell getroffen. Das Boxtraining bietet viele Möglichkeiten den Alltag zu vergessen und Stress abzubauen. Meist denken die Sportler schon nach der ersten Runde am Sandsack nicht mehr über den Stress des Tages nach, sondern konzentrieren sich voll und ganz auf das Training. Zudem haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit ihrem Drang nach Wettkampf, Kräftemessen und körperlicher Auseinandersetzung (den besonders die Jungen verspüren) in einem Rahmen auszuprobieren, der feste Regeln und faire Bedingungen bereithält.

KICK im Boxring möchte verhindern, dass Kinder und Jugendliche die im Projekt trainieren, zu früh das Handtuch werfen und perspektivlos in die Zukunft blicken. Darum bietet KICK neben dem Sport zweimal wöchentlich Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe an. Das Ziel ist es, die trainierenden Kinder und Jugendlichen fit fürs Leben zu machen. Wer gerne in den Ring steigen möchte, um an Wettkämpfen teilzunehmen wird auch dafür fit gemacht. Voraussetzung dafür ist, dass auch die schulischen Leistungen in Ordnung sind.

Teilnehmer/-innen die schon länger im Projekt aktiv sind, haben die Möglichkeit als Mentoren für jüngere tätig zu werden. Sie können während des Trainings die Trainer/-innen unterstützen und andere kleine Aufgaben übernehmen. Häufig können die Jüngeren von den Erfahrungen der langjährigen Teilnehmern profitieren. Die Mentoren lernen dadurch Verantwortung zu übernehmen und können erste Erfahrungen in der Rolle des Betreuers sammeln.

Träger des Projekts sind der Verein für Sport und Jugendsozialarbeit e.V. (VSJ) und die Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH (GSJ) beides anerkannte Träger der freien Jugendhilfe und eine Initiative der Sportjugend Berlin. Die GSJ hat mit dem KICK-Projekt schon lange bevor KICK im Boxring ins Leben gerufen wurde ein Konzept zur primären Prävention von Jugendkriminalität entwickelt. Kern der Projekte sind pädagogisch begleitete Sportangebote, die Jugendlichen eine Möglichkeit sozialen Lernens und einer sinnvollen Freizeitgestaltung bieten sollen.